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Die Geschichte der Pfadi in Oerlikon

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Die Geschichte der Pfadi in Oerlikon
Seite 2

Die Stiftung Pfadihaus Zürich, die Trägerin des PfadihuusZüri.ch, hat ihre Wurzeln eigentlich in Oerlikon. Sie ist aus den dort ansässigen Abteilungen Landenberg und Gryfenberg hervorgegangen, von welchen allerdings nur noch die letztere existiert. Hier ein kleiner Streifzug durch die Geschichte der Pfadi in Oerlikon.


 

Über das Gründungsdatum unserer Pfadiabteilung kann man tüchtig streiten. Schon 1928 gab es «unsere» Abteilung nämlich; der Name «Gryfenberg» taucht allerdings erst 1941 auf. Die ersten Jahre der Pfadibewegung in Zürich-Nord waren von frohen und zahlreichen Namenswechseln gekennzeichnet. Aber nun alles schön der Reihe nach...

Erste Pfadfinder in Oerlikon

1928: Oerlikon ist eine selbständige Gemeinde mit ca. 10'000 Einwohnern. Viele neue Industriebetriebe machen Oerlikon zu einer «Arbeitergemeinde». Viele Jugendliche sind bei den «Roten Falken», der sozialistischen Jugendorganisation. Da beschliessen drei Pfadipioniere (Zeus, Biber und Paulet), auch in Oerlikon eine Pfadfinderabteilung zu gründen. Am 10. Juli 1928 wird die Abteilung «Abed Nego» gegründet, benannt nach einer biblischen Gestalt. Der Name hält nicht lange: Schon Ende Jahr heisst die Abteilung «Pfadfinderabteilung Oerlikon». Sie besteht aus 13 Pfadis und Leitern sowie 7 Wölfen und einem Wolfsführer. Am 29. Januar 1929 werden die Oerliker Pfadis offiziell in den Schweizerischen Pfadfinderbund aufgenommen. Schon im März 1931 wird mit dem Bau des Pfadiheimes in Oerlikon begonnen. Kaum zu glauben: Wo heute Industriehallen, Oxa und Airgate stehen, war damals... gar nichts! Unser Pfadiheim stand mutterseelenallein mitten zwischen Feldern und Wiesen!

Ein neuer Name und neue Einheiten

Die Pfadistufe wächst so schnell, dass sie 1932 in zwei Züge aufgeteilt werden muss: Normannen und Alt-Regensberg. Ausserdem wird eine erste Rovergruppe mit dem Namen «Krambambuli» gegründet. Am 5. Dezember 1932 erhält unsere Abteilung schon zum dritten Mal einen neuen Namen: Aus der Pfadfinderabteilung Oerlikon wird die Pfadfinderabteilung Landenberg! Sie besteht bereits aus 109 Mitgliedern! 1933 entsteht schon wieder ein neuer Zug: der Zug Atlantis. Und schon 1934 ändert sich wieder einiges: Der Zug Alt-Regensberg wird in die beiden neuen Züge Gallier und Trapper umgewandelt. Ebenfalls 1934 wird Oerlikon in die Stadt Zürich eingemeindet, «wir» gehören nun zur Stadt!

1935 strotzt die Abteilung vor Selbstbewusstsein: schon 167 Mitglieder. Ebenfalls sehr gross ist das «nationale Bewusstsein»: Die Landenberger grüssen (genauso wie die Flamberger übrigens), um ihre Verbundenheit mit der Schweiz zu zeigen, nicht wie die anderen Pfadfinder auf der Welt mit der linken, sondern mit der rechten Hand. Anfangs 1938 gibt es noch immer die vier alten Züge: Normannen, Atlantis, Gallier, Trapper. Dazu kommen im Verlauf des Jahres neu: Helvetier und Hunnen. 1940 gibt es eine Premiere: Landenberg expandiert nach Bassersdorf, wo der Zug Kiburg und ein eigenes Wolfsrudel gegründet werden!

Die Abteilung Landenberg wird geteilt... und wird zum Korps! Erstmals Gryfenberg!

1941 ist die Abteilung Landenberg so gross, dass sie geteilt werden muss. Es entstehen drei neue Abteilungen:

  • Gryfenberg (Züge Normannen, Atlantis, Hunnen)
  • Werdegg (Gallier, Trapper, Helvetier, Kiburg)
  • Landenberg (Wolfsabteilung)

Erstmals taucht hier also der Name «Pfadi Gryfenberg» auf, weshalb man auch 1941 als unser Gründungsdatum bezeichnen kann. Die oben genannten drei Abteilungen bilden ab 1943 zusammen mit den «fremden» Abteilungen Alt-Regensberg und Seldwila das Korps Landenberg.



 
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