Weshalb überhaupt ein neues Pfadiheim? |
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Der Stiftungsrat hat sich mit dieser Frage über viele Monate hinweg sehr intensiv beschäftigt. Mit dem alten Pfadiheim Oerlikon verbinden unzählige Pfadigenerationen schöne und bleibende Erinnerungen. Trotzdem hat sich der Stiftungsrat 2001 entschieden, die Suche nach einem neuen Pfadiheim-Standort aufzunehmen.
Mit der Quartierplanung Leutschenbach war es spätestens im Sommer 2001 klar, dass massive Veränderungen auf unseren Pfadiheim-Standort zukommen würden. Die Firma Karl Steiner AG plante einerseits auf der Wiese zwischen Pfadiheim und Messe-Parkhaus ein 9-geschossiges Bürogebäude. Andererseits war auf der anderen Seite des Pfadiheims – bis hinunter zur Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz – eine Arealüberbauung in Planung. Der Stiftungsrat suchte früh den Kontakt zu Behörden und Bauherren und war daher über den jeweiligen Planungsstand stets informiert. Der Stiftungsrat musste sich die Frage stellen, ob es in einem solchen Umfeld überhaupt noch möglich sein würde, einen sinnvollen Pfadibetrieb durchzuführen. Um dies abzuklären, wurde auch das Gespräch mit den Aktiven gesucht. Diese bestätigten den Eindruck des Stiftungsrates: Eine Pfadiübung im eigentlichen Sinn konnte im und ums Pfadiheim Oerlikon schon seit längerem nicht mehr durchgeführt werden. Die zahlreichen Neubauten hätten die Situation weiter verschlechtert. Selbst als Ausweichstandort bei schlechtem Wetter eignete sich das Pfadiheim Oerlikon nur bedingt. Oft war das Pfadiheim an Wochenenden vermietet, weshalb die Aktiven bei schlechtem Wetter kaum eine Übung spontan ins Pfadiheim verlegen konnten. Die Fremd-Vermietungen wiederum waren für das finanzielle Überleben der Stiftung unverzichtbar. Standort des Pfadiheims Oerlikon auf Karte anzeigen
Gründe für einen Umzug
Aus diesen Überlegungen heraus begann der Stiftungsrat Anforderungen an einen neuen Pfadiheim-Standort zu definieren. Ein Umzug kam für den Stiftungsrat nur in Frage, wenn sämtliche folgenden Kriterien erfüllt waren:
- geeigneter Standort für echten Pfadibetrieb (Wald in unmittelbarer Nähe)
- attraktiver Standort für Fremdvermietungen (auch der Betrieb des neues Pfadiheims muss sich selbst finanzieren können)
- parallele Nutzung durch Abteilung und Fremd-Mieter muss immer gewährleistet sein (auch ein spontanes Verlegen einer Übung ins Pfadiheim bei schlechtem Wetter muss möglich sein)
- neues Grundstück muss Eigentum der Stiftung werden (kein Baurecht!)
Der Stiftungsrat legte immer grossen Wert darauf, sich von keiner Seite unter Druck setzen zu lassen. Die Szenarien „Bleiben“ und „Umzug“ wurden gleichwertig weiter verfolgt. Der Stiftungsrat machte gegenüber allen Seiten klar, dass ein Wegzug nur bei einer 100% befriedigenden und 100% pfaditauglichen Ersatzlösung in Frage kam. Die Möglichkeit eines Verbleibs in Oerlikon wurde immer offen gelassen.
Dem Stiftungsrat war es ein Anliegen, mit den zuständigen Behörden offen zu kommunizieren. Bei persönlichen Treffen mit verschiedenen Stadträten konnte der Stiftungsrat seine Anliegen schildern. Erfreulicherweise standen die politischen Verantwortlichen den Anliegen der Stiftung immer sehr positiv gegenüber und öffneten viele Türen bei den zuständigen Behörden.
Die Suche nach einm Standort für ein neues Pfadiheim
Von zentraler Bedeutung für einen möglichen Wegzug war von Anfang an die Frage, ob in der Stadt Zürich überhaupt ein geeigneter und attraktiver Standort für ein neues Pfadiheim gefunden werden konnte. Die Suche nach einem solchen Standort wurde mit grossem Aufwand vorangetrieben. Der Stiftungsrat evaluierte nicht weniger als 17 mögliche Standorte, unter anderem beim Hürstholz, beim Waidbad oder an der Hungerbergstrasse. Früh wurde der Kontakt mit den städtischen Behörden („Grün Stadt Zürich“) gesucht, welche ihrerseits imJanuar 2002 fünf Standorte ins Gespräch brachten. Für jeden dieser Standorte wurden die Planungsgrundlagen und die Nutzungstauglichkeit minutiös abgeklärt. |